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Europa entgrenzt.

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Hervorgebracht wurde die Idee dieser Homepage in der typisch österreichischen Atmosphäre eines Wiener Kaffeehauses in unmittelbarer Nähe zur Universität Wien. Die Geburtsstunde dieses Geistesblitzes kann im Spätherbst des Jahres 2006 festgemacht werden. Zu dieser Zeit fassten zwei ambitionierte Studenten der Studienrichtung Politikwissenschaften den Entschluss gemeinsam ein Dissertationsprojekt mit dem vorläufigen Arbeitstitel "Der Europäische Raum. Eine kosmopolitische Perspektive" in Angriff zu nehmen.

Zentraler Zweck dieser Seite ist die projektinterne Vernetzung mit dem Ziel, eine Plattform zu schaffen, auf der wir uns inhaltlich - und von überall zugänglich - diskursiv und meinungsaustauschend gegenseitig mit Kritik, Anregungen, usw. versorgen können. Darüber hinaus wollen wir unser Projekt auf diese Weise einem breiteren Kreis an Interessierten zugänglich machen. Schlussendlich hoffen wir auf eine rege streitbare Beteiligung von Kollegen, fachlich interessierten Laien, (selbsternannten) Experten und allen, die sich dafür interessieren sollten, um aus dieser Homepage eine Diskursplattform zu machen. Von den Anregungen versprechen wir uns neue Blickwinkel auf unseren Forschungsgegenstand.

Wir wollen unsere Homepage jedoch nicht zu ernst verstanden haben, sondern stets den Spass und das Interesse an unserem Forschungsgegenstand in den Vordergrund rücken.

 

Doch worum geht es in unserem Dissertationsprojekt nun konkret?

Prinzipiell dreht sich unser Erkenntnisinteresse um zwei zentrale Aspekte:
Ersteres zielt auf die Beschreibung des derzeitigen aktuellen (bzw. immer wieder aufflammenden) Spannungsverhältnisses und der Konfliktsituation zwischen dem „Europäischen Raum“ und dem „Arabischen Raum“ ab. Das Postulat des „Clash of Civilizations“ soll kosmopolitisch hinterfragt werden, um dadurch diese nationalstaatliche methodologisch durchdrungene Sichtweise zu konterkarieren.
Zweiteres befindet sich auf der Suche nach Potential und Problemstellungen von – von Vertretern des global governance-Ansatzes horizontaler Politikkoordination immer wieder an den Beginn ihrer Überlegungen gestellten – stetig wachsenden Interdependenzen über territorialstaatliche Grenzen hinweg.

In langen Diskussionen, in denen wir uns über unsere Erkenntnisinteressen austauschten, stellten wir fest, dass unsere jeweiligen theoretischen Zugänge in vielleicht komplementärer Form Mängel aufweisen. Während auf der einen Seite der Zugang eines „kosmopolitischen Blickwinkels“ hervorragende deskriptive Instrumentarien zur Verfügung stellt, zugleich aber im normativen (?!) Bereich noch einige Schwächen besitzt, bietet auf der anderen Seite ein Ansatz der Theorie des „global governance“ taugliche normative Ansätze an, stellt jedoch im beschreibenden Bereich unzulängliche Zugänge zur Verfügung.
Unser Projekt versucht nun dieses Manko auszugleichen und unsere theoretischen Vorüberlegungen zu bündeln. Dadurch erhoffen wir uns einen, der „neuen“ Komplexität des Internationalen Systems gerechter werdenden Blickwinkel zu gewinnen.

Dieser angedeuteten Prämisse folgend, wollen wir in unserem Projekt theoretische Zugänge herausarbeiten, die unserem Erkenntnisinteresse entsprechen und daher Analysemethoden und theoretische Konzepte verwenden, die sich in unserem Sinne immer grenzoffen, dynamisch und abgekoppelt von nationalisierter und nationalstaatlicher Durchdringung deuten lassen.

Dementsprechend besteht unser erster Arbeitsschritt darin, einen territorial-politisch entkoppelten Begriff des Raums zu entwickeln, in dessen Begrifflichkeit es uns anschließend möglich wird, einen „Europäischen Raum“ zu fassen. In mehreren progressiven Einzelschritten wollen wir uns diesem Ziel annähern.

Am fernen Arbeitshorizont ist anschließend eine deckungsgleiche Vorgangsweise in Bezug auf den „Arabischen Raum“ angedacht. Dieser soll dann seinem europäischen Pendant gegenübergestellt werden, um Schnittpunkte bzw. Überlagerungen herausfiltern zu können mit dem Ziel durch derartigen Überlagerung beider Wirkungsräume unsere Erkenntnisinteressen ausformulieren und befriedigen zu können. Darüber hinaus erhoffen wir durch diese Herangehensweise neue Anknüpfungspunkte ausfindig machen zu können, die uns mögliche neue normative Ansätze und Perspektiven in Bezug auf unsere eingangs angerissenen Erkenntnisinteressen eröffnen.

Das ist jedoch vorläufig alles noch Zukunftsmusik. Gegenwärtig steht die theoretische und methodologische Auseinandersetzung mit konzeptionellen Herangehensweisen im Vordergrund.

Dementsprechend können interessierte Besucher kurz- und mittelfristig mit Zusammenfassungen und kritischen Kommentaren rechnen, die sich mit der von uns gewählten Literatur auseinander setzen. Wir laden alle daran interessierte Besucher dazu ein, streitbar und kritisch zu unseren Artikeln Stellung zu nehmen und mit uns gemeinsam in eine Diskussion einzutreten.

Wir sind gespannt, wie sich diese Homepage mit der Zeit entwickeln wird.

Christoph Clar
Christian Neugebauer

 

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Angesichts der umfangreichen Literatur stellte sich für uns das Problem wie wir logistisch den Überblick darüber bewahren sollten. Daher starteten wir ein Projekt mit dem Ziel eine webbasierte Datenbank zu erstellen.

In Analogie zur griechischen Göttin der Erinnerungsgabe und Mutter der griechischen Musen nannten wir unsere vorläufig nicht öffentliche Literaturdatenbank:
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