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Sonntag, 4. November 2007 Vorläufige Vorgehensweise; Projektoutline November 2007Geschrieben von Christian Neugebauer in Projekt FortschritteKommentare (2) | Trackbacks (0) Während unserer ersten Phasen der inhaltliche Bearbeitung des vorliegenden Themas entlang des "Projektplanes Juli 2007" wurden wir uns dessen konzeptiven Schwächen immer bewusster. Dementsprechend ist der vorliegende Projektplan nach dem Kredo orientiert: „Einschränken“, „Ausdifferenzieren“, „Konkretisieren“;
Arbeitstitel: Zur Genese eines politischen Raumes (in Europa?)
Forschungsfrage: Was bedeutet der Begriff ‚(Europäischer) Raum’ in seiner politikwissenschaftlichen Verwendung? Wie verwenden gegenwärtige theoretische Ansätze den Begriff? Welche Konzeption von Raum haben sie/setzen sie voraus?
Hypothese: Der Begriff ‚Raum’ wird nach wie vor in seiner für Nationalstaaten relevanten Form verwendet und nicht an die veränderten Voraussetzungen für neue theoretische Überlegungen angepasst.
Untersuchungsgegenstand: Ausgesuchte theoretische Ansätze der (Politik)wissenschaft.
Methode: Begriffsanalyse/Literaturvergleich/Theoriekritik
Vorgehensweise: Theoretisch unterlegt wird unsere kritische Herangehensweise von einer Kritik am methodologischen Nationalismus. Es geht hierbei um die Kritik an der nationalstaatlich dominierten theoretischen Herangehensweise in der Politikwissenschaft/den Internationalen Beziehungen.
Wir gehen davon aus, dass Raum im politischen Kontext keine Kategorie a priori ist, die ursächlich Einfluss auf gesellschaftliche Handlungen nimmt. Raum wird durch gesellschaftliches Handeln – nicht zielgerichtet! – konstruiert, wirkt erst dann zurück. Die Herausbildung des für Territorialstaaten (daran anschließend Nationalstaaten) relevanten Raums – ursprünglich Territorium – wird durch die Kritische Theorie im Kontext des Entstehens und Voranschreitens des Kapitalismus erklärt. Daran anschließend zeichnen wir die Entwicklung der zentralen Funktionen von Raum für den seit da an die Internationalen Beziehungen dominierenden und damit einhergehend auch in den Betrachtungen der Politikwissenschaft die Hauptrolle spielenden Akteur Nationalstaat nach. Diese Funktionen sollen in weiterer Folge der Analyse neuerer politikwissenschaftlicher Ansätze (vermutlich: Global Governance und Kosmopolitismus[1]) dienen. Die klassischen Funktionen von (nationalstaatlichem) Raum werden also den Funktionen der Raum-Konzeptionen dieser Ansätze gegenübergestellt. Welche Konzeptionen von Raum werden in der Debatte vorausgesetzt, angenommen, o.ä.? Beschäftigen sich diese überhaupt mit den vorangegangenen Überlegungen zu den Funktionen von Raum? Übernehmen sie einfach Raum in seiner nationalstaatlich konotierten Verwendung? Werden derartige Überlegungen überhaupt mitgedacht?
Ziel: Analyse der Verwendung der Kategorie Raum in neueren Ansätzen der Politikwissenschaft. Theoriekritik.
[1] Weil beide zu einem Großteil den Anspruch erheben, die nationalstaatlich dominierte Politik(wissenschaft) zu überwinden, bzw. dem Nationalstaat eine veränderte Rolle (manchmal sogar einen Bedeutungsverlust) attestieren. Freitag, 6. Juli 2007 Vorläufige Vorgehensweise; Projektoutline Juli 2007Geschrieben von Christoph Clar in Projekt FortschritteKommentare (0) | Trackbacks (0) Seit unserer ersten Präsentation im Dissertanten-Privatissimum Politische Theorie von Prof. Eva Kreisky im WS 06/07 haben wir uns voll und ganz auf die Ausarbeitung des ersten Teils unseres Dissertationsprojektes konzentriert: Die Konzepte rund um die Begrifflichkeit Raum und im speziellen des „Europäischen Raumes“ (ER). Ausgehend von unserer Hypothese:
und in enger Affinität zu unseren Forschungsfragen:
o Welche Akteure sind verantwortlich für die (gegenwärtige) diskursive Konstruktion des Begriffs Europäischer Raum? o Welche Interessen drücken sich in/durch diesem/n Diskurs aus? o Welche sozio-ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen determinieren diese Akteure? o Welche Funktionen erfüllt der Begriff bzw. die Verwendung des Begriffs Europäischer Raum (vorderhand im wissenschaftlichen Diskurs; evtl. weiterführend im Alltag)? Und: Welche Funktion erfüllt die Konstruktion von Räumen überhaupt?
o Welche „Probleme“ stellt die gegenwärtige Bedeutung von Europäischer Raum für die Internationalen Beziehungen, etc. dar? o Welche Komponenten werden dabei ausgeblendet? versuchen wir uns der Begrifflichkeit Raum bzw. Europäischer Raum anzunähern. Montag, 9. April 2007 Vorläufige Vorgehensweise; Planungsideen April 2007Geschrieben von Christoph Clar in Projekt FortschritteKommentare (0) | Trackbacks (0) Vorüberlegungen (stichwortartig):
Wir nehmen an, dass der Europäische Raum ein relativ willkürlich konstruiertes, kognitives Konstrukt ist. Könnte man diese Annahme nachweisen, die Konstruktion nachzeichnen, könnte man in direktem Anschluss dieses Konstrukt in seiner Funktion als Mittel der Abgrenzung ad absurdum führen (zum Beispiel oder vor allem in seiner wissenschaftlichen Verwendung). Auch wenn die Annahme der Konstruktion des Europäischen Raums bei genauem Hinsehen von vielen Seiten bestätigt würde und keine neue Erkenntnis darstellt, wird dieses Konstrukt nach wie vor unwidersprochen verwendet und Annahmen darauf aufgebaut. So bedient sich beispielsweise die Wissenschaft gerne an dieser willkommenen Reduktion der schwierig zu erfassenden Komplexität des internationalen Systems. Der Raum-Diskurs ist dabei nicht Mittel, sondern Ausdruck dieser Fehlentwicklung. Eine Analyse des Diskurses soll demnach die Verwendung des Begriffes Europäischer Raum aufschlüsseln; inklusive aller darauf einwirkenden Variablen. So sollte man zu den Wurzeln der Konstruktion der gegenwärtigen Auffassung von Europäischer Raum vorstoßen können. Welche Kriterien von Raum erfüllt diese Konstruktion (siehe z.B. Weichharts Räume)? Welchen Nutzen erfüllen diese (z.B. Identitätsstiftung, Reduzierung von Komplexität, etc.)? Und welche Probleme ergeben sich daraus (z.B. verkürzte wissenschaftliche Darstellung, Verwendung als Legitimation von Politik der Aus- und Abgrenzung, etc.)? |
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