|
Sonntag, 22. Juli 2007 Torfing, Jacob (1999); "New Theories of Discourse. Laclau, Mouffe and Žižek"Geschrieben von Christoph Clar in DiskurstheorieKommentar (1) | Trackbacks (0) Jacob Torfing geht in seinem ausführlichen Werk zu drei Klassikern der Diskurstheorie vorderhand auf Ernesto Laclau’s und Chantal Mouffe’s diskurstheoretische Herangehensweise ein. Slavoj Žižek wird “nur” insofern behandelt, als er einen – weiter unten näher erwähnten – wesentlichen Einfluss auf die Ausgestaltung derer Ansichten von Diskurs hatte. Unsere Motivation, sich mit Laclau/Mouffe zu beschäftigen stützt sich auf die oftmalige Erwähnung ihrer Überlegungen in jeglicher Literatur bzgl. der Akteursebene von/in Diskursen. Dienstag, 10. Juli 2007 Plöger, Peter (2002); "Wissenschaft durch Wechselwirkung. Bausteine zu einem diskursiven Modell der Wissenschaften"Geschrieben von Christoph Clar in DiskurstheorieKommentare (0) | Trackbacks (0) In vorliegendem Buch versucht sich der Autor Peter Plöger, deutscher Wissenschaftstheoretiker, an einer Kombination von Wissenschaftstheorie und Linguistik in einem von ihm so benannten Wechselwirkungsmodell. Die folgende Beschäftigung mit seinen Ausführung erfolgt aufgrund einiger – für unser Projekt – nicht-relevanter Fragestellungen nur auszugsweise und dementsprechend lückenhaft und fast schon stichwortartig. Auch die hier aufscheinenden Bereiche werden nicht immer dem zugrunde liegenden Werk entsprechend in die Betrachtung mit einbezogen. Je näher eine Konkretisierung unseres Forschungsvorhabens und unserer Herangehensweise heranrückt, desto selektiver werden wir bzgl. der Auswahl unserer Literatur vorgehen (müssen). Um den anschließenden Zeilen dennoch einen Rhythmus zu geben, sie nicht allzu vereinsamt und zusammenhanglos dastehen zu lassen, sollen Kritik und Projektrelevanz nicht abschließend angehängt, sondern in den Text integriert werden; für den – hoffentlich nicht eintretenden Fall – dass diese Einwürfe nicht unmittelbar erkenntlich sind, werden sie leicht vom linken Rand abgesetzt. Somit kommt es zu einem Gegenüber von Plöger’s Buch entnommenen Aussagen und Argumenten auf der einen, und Einschätzungen der unmittelbaren Relevanz eben dieser für unser Forschungsvorhaben auf der anderen Seite. Mittwoch, 25. April 2007 Keller, Reiner (2004); "Diskursforschung. Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen"Geschrieben von Christian Neugebauer in DiskurstheorieKommentare (0) | Trackbacks (0) Der Diskurs-Begriff droht vor allem in den Sozialwissenschaften insofern einer inflationären Verwendung zu unterliegen, als dass er in verschiedensten Bedeutungszusammenhängen und theoretischen Auffassungen – oft unkommentiert – verwendet wird. Glauben – wie in unserem Fall – Wissenschaftler, den Diskurs rund um einen Begriff, rund um einen Wissensbestand als zentral oder zumindest relevant für ihr Forschungsvorhaben ausgemacht zu haben, gilt es in erster Linie, sich darüber klar zu werden, was Diskurs ist, was Diskurs bewirkt, was wie auf Diskurs einwirkt, und wie dieser (wenn überhaupt) zurückwirkt. Hinzu kommt die Frage nach der Herangehensweise an den Forschungsgegenstand, nach der Perspektive, aus der der Forscher ihn betrachtet. Es scheint vor allem jene, die sich noch nicht eingehender mit dem Diskurs als solches auseinandergesetzt haben, eine unübersichtliche Fülle an Diskurstheorien, Möglichkeiten der Diskursanalyse und Begriffsvariationen von Diskurs vor ein nicht zu unterschätzendes Problem zu stellen. Es bietet sich zwar scheinbar ein breites Spektrum an Instrumentarien an, die Selektion dieser, die zur Erreichung des angepeilten Forschungsziels verhelfen sollen, gestaltet sich aber insofern als schwierig, als 1. der Anschluss an die empirische Anwendung ein Stiefkind der theoretischen Beschäftigung mit Diskurs zu sein scheint, und 2. die unglaublich verzweigten und ineinander verwobenen Ansätze ein schwer aus zu differenzierendes Spektrum an wissenschaftlichem Handwerkszeug darstellt. Reiner Keller bietet – in einer sehr kompakten und hervorragend übersichtlichen Form – einen Leitfaden an, versucht dem Sozialwissenschaftler/der Sozialwissenschaftlerin einen „Ausweg“ zu zeigen aus dem Diskurslabyrinth. Seine gut strukturierte Herangehensweise beginnt bei einer kurzen Einführung zu Relevanz und Aktualität des Themas, geht nahtlos in eine (historische) Erläuterung der zentralsten Überlegungen zu Diskurs über, und bereitet anschließend verschiedene Perspektiven ein wenig ausführlicher auf. Die Vorstellung der empirischen Instrumentarien, des Forschungsprozesses ist insofern erwähnenswert, als dass Keller seinen Lesern eine Brücke zwischen diesen/m und den zuvor erläuterten theoretischen Ansätzen baut.[1][1] Keller, Reiner (2004): „Diskursforschung. Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen“, 2. Auflage, Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden. Mittwoch, 14. März 2007 Barberi, Alessandro (2002); "Diskursanalyse und Historiographie. Prolegomena zu einer Archäologie der Archäologie"Geschrieben von Christian Neugebauer in DiskurstheorieKommentare (0) | Trackbacks (0) Eines vorweg: Der Titel dieses Artikels[1] klang für unsere Projekt vielversprechend, konnte aber schlussendlich nicht das halten, was er versprochen hatte. Der Bezug zu unserer Thematik ist ausgesprochen gering bis gar nicht vorhanden. Deshalb fasste ich den Artikel nur in dessen rudimentären Grundzügen zusammen und ließ es damit bewenden, ohne genauer auf den Inhalt einzugehen. Schlicht und ergreifend deshalb, weil er für uns von keinem weiterführendem Interesse ist. Aufbauend auf Deleuze, Heidegger, Nietzsche und dem philosophischen Gegensatz zwischen Archäologie und Genealogie der Diskurstheorie versucht Barberi – in diesem Artikel – eine inhaltliche Auseinandersetzung und Annäherung an die epistemologische Perspektivpaare Idee versus Materie bzw. Diskurs versus Technik. Unter zu Hilfenahme eines Rekurses auf Historiographie und Geschichte näherte sich Barberi diesen epistemologischen Gegensätzen an. Als Ausgangspunkt seiner Analyse diente Barberi die permanente Herstellung von Formen der Historizität aufgrund der seit Jahren zu beobachtbaren Konfrontation zwischen Diskurs- und Mediengeschichte. Seine, diesem Artikel, zugrundeliegende Diagnose soll eine diskurshistorische Selbstreflexion des wissenschaftlichen Gegenstandes Geschichte ermöglichen, gerade weil das Aufeinanderprallen von Diskurs- und Mediengeschichte mit seiner inhärenten Historizität auf eine wissensgeschichtliche Bearbeitung drängt. Im Text selbst nimmt Barberi zwei wissenschaftliche „Probebohrungen“ vor, um den obigen Ansatz zu veranschaulichen. Erstens wird auf allgemeinem Niveau das Verhältnis von Diskurs, Medien und Historiographie im Kontext der Annales-Schule beleuchtet und zweitens wird ein Blick auf die Auswirkungen der Theorie des historischen Strukturalismus auf Permutationsmöglichkeiten der Geschichte geworfen. Für mich als Leser des Artikels präsentierte sich dieses Vorhaben etwas konfus und war von einer Aneinanderreihung an Zitaten von verschiedenen Größen der geschichtswissenschaftlichen Disziplin (z.B. Braudel) geprägt. Da der vorliegende Artikel jedoch keine weiterführende Relevanz für unser eigenes Projekt besitzt, will ich meine magere Kritik darauf bewenden lassen und nicht weiter darauf eingehen.[1] Barberi, Alessandro (2002): Diskursanalyse und Historiographie. Prolegomena zu einer Archäologie der Archäologie. In: Sieder, Reinhard (Hg.) (2004): Fakten Daten Diskurse. Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften. 15. Jg. Heft 2, Studien Verlag: Innsbruck, Wien u.a. 71-89. Montag, 19. Februar 2007 Nonhoff, Martin; "Diskurs"Geschrieben von Christian Neugebauer in Diskurstheorie, MethodologieKommentare (0) | Trackbacks (0) Nonhoff leitet seinen Text ein, wie offensichtlich alle Autoren ihre Texte einleiten, die den Diskurs als Untersuchungsgegenstand aufgreifen. Er streicht die Hochkonjunktur der Begrifflichkeit innerhalb der Sozialwissenschaften heraus, betont dabei aber, dass es nach wie vor ein relativ vernachlässigtes Thema innerhalb der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung geblieben ist. Das trifft insbesondere dann zu, wenn man die Fortschritte in anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen wie z.B. der Sprachwissenschaft oder der Ethnologie als Vergleich heranzieht. Gleich zu Beginn seiner Auseinandersetzung mit vorliegendem Thema trifft er eine grundlegende Begriffsunterscheidung. Er trennt den Diskursbegriff auf in eine Diskurstheorie normativer Prägung einerseits und einen Diskursbegriff analytischer Prägung andererseits. Im Verlauf der Lektüre seines Textes hat sich diese begriffliche Aufspaltung als durchaus gelungen und nachvollziehbar erwiesen. Sonntag, 18. Februar 2007 Keller, Reiner; „Wissen oder Sprache? Für eine wissensanalytische Profilierung der Diskursforschung“Geschrieben von Christoph Clar in Diskurstheorie, MethodologieKommentare (0) | Trackbacks (0) Reiner Keller geht nach einer kurzen Skizzierung der Schwachstellen und verkürzten Instrumentarien der den Sozialwissenschaften zur Verfügung stehenden Diskursanalyse sofort daran, eine neue Herangehensweise an Diskurse auszuarbeiten. Er schlägt „einen anderen ‚Ausweg’ aus der skizzierten Problemkonstellation vor: die Übersetzung des diskurstheoretischen und diskursanalytischen Programms in die (Hermeneutische) Wissenssoziologie und, damit einhergehend, die Nutzung methodischer Werkzeuge aus der qualitativen Sozialforschung.“[1] Im vorliegenden Text nimmt er Anleihen an geschichtswissenschaftlichen Zugängen von Achim Landwehr und Philipp Sarasin, baut sein Gedankengebäude aber auch auf dem Fundament der Kritik an ihren Perspektiven auf. Weiters lehnt er sich verstärkt an Foucault`s Blickwinkel bzgl. Diskursanalyse an, lässt aber auch diesen nicht unangetastet. Zum Abschluss beschäftigt er sich durchaus praxisorientiert mit möglichen methodischen Arbeitsschritten, um seine theoretischen Vorüberlegungen für Sozial-, vor allem aber Geschichtswissenschafter anwendbar zu machen. |
Kalender
Suche Aktuelles Veranstaltungshinweis: "EMERGENZEN 7: OPEN ACCESS"
Freitag, September 12 2008 Delaney, David (2005); "Territory. A Short Introduction" Dienstag, Januar 22 2008 Sassen, Saskia (2006); "Territory. Authority. Rights. From Medieval to Global Assemblages" Montag, Dezember 17 2007 Dear, Michael/ Wolch, Jennifer (Hrsg.) (1989); "The Power of Geography. How Territory Shapes Social Life" Montag, Dezember 10 2007 Dissertationsoutline für Präsentation Anfang Dezember 07 Montag, Dezember 10 2007 Kategorien Mnemosyne Angesichts der umfangreichen Literatur stellte sich für uns das Problem wie wir logistisch den Überblick darüber bewahren sollten. Daher starteten wir ein Projekt mit dem Ziel eine webbasierte Datenbank zu erstellen. In Analogie zur griechischen Göttin der Erinnerungsgabe und Mutter der griechischen Musen nannten wir unsere vorläufig nicht öffentliche Literaturdatenbank: Verwaltung des Blogs Creative Commons Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||